Triathlon & Ausdauer

Triathlon und Ausdauer

Nur schwimmen reicht uns nicht

Dies ist die individuellste Abteilung des Vereins. Hier bist du richtig wenn du:

  • einfach nur dein Schwimmtraining ohne Wettkampfdruck absolvieren möchtest.
  • einsames Kacheln zählen zäh findest und lieber dein Leid mit anderen teilen möchtest.
  • du auf die anderen Bahnen schaust und dir denkst, „Lass uns das doch mal auf dem Rad oder auf der Laufstrecke ausmachen“

Das Schwimmtraining findet unter der fachmännischen Anleitung von Franz Rinderknecht statt.

Neben dem Schwimmtraining finden auch häufiger, am Wochenende, Ausfahrten mit dem Rennrad statt. Dabei geht es in die nähere Umgebung wie den Odenwald, den Kraichgau oder in die Pfalz. Zum Lauftraining treffen wir uns nach Absprache.
Neben den Schwimmwettkämpfen, an denen man als Mitglied teilnehmen kann, sind wir auch bei verschiedenen Triathlonveranstaltungen, Läufen, Radrundfahrten und anderen sportlichen Events vertreten.

Trainer: Franz Rinderknecht

Ansprechpartner: Bernd Dietl
Mail:triathlon@sv-hellas-bruehl.de

Ötillö – Was ist denn das eigentlich?

…es bedeutet auf Schwedisch von Insel zu Insel (Ö till Ö) und entstammt wohl einer feucht-fröhlichen Wette die Inseln des Stockholmer Schärengartens ausschließlich durch Laufen und Schwimmen zu überqueren. Gestartet wird als zweier Team mit maximal 5m Abstand zueinander, Einzelstarter sind aber mittlerweile auch möglich. Die Wertung erfolgt als Männer-, Frauen- oder Mixed-Team.
Aber zurück zu uns, den Normalos. Da mittlerweile Veranstaltungen auch in anderen Ländern angeboten werden, unter anderem auch in Deutschland auf Rügen und der Schweiz im Engadin haben wir uns für die Experience (Einsteiger Klasse) Variante im schönen Silvaplana wegen der atemberaubenden Kulisse der Oberengadiner Berglandschaft entschieden.
Samstag der 04.Juli 2026 kurz vor 12 Uhr, wir stehen im Swimrun-Anzug, Badekappe, Pullbuoy, Schwimmbrille und Turnschuhen mit jeder Menge anderen Teilnehmern am Start und warten doch leicht nervös auf den Startschuss. 12:05 Uhr „Bang“ und los geht`s, was haben wir uns nur dabei gedacht. Silvaplana liegt auf ca. 1800m über dem Meer die Luft ist dünn und es ist heiß. Schon nach wenigen Metern sind wir außer Atem. Da vorn ist schon der See, wir springen ins Wasser die Luft bleibt uns weg, Arschkalt. Nix für uns Warmduscher. Bald ist die erste von insgesamt drei Schwimmstrecken geschafft und weiter geht’s am Ufer des Silvaplanasee entlang. Das Laufen klappt erstaunlich gut mit nassen Turnschuhen, nichts rutscht oder scheuert und schon geht’s wieder ins Wasser diesmal ist die Strecke deutlich länger, liegt aber bald hinter uns. Der Ausstieg ans Ufer ist steinig und bewachsen klettern ist angesagt, bloß nicht umknicken es liegen ja noch zwei Laufstrecken vor uns. Nach der dritten und für uns letzten Schwimmstrecke kommt die erste Verpflegungsstation. Auf uns warten Kuchen, Kekse, Getränke und Oh Wunder Toblerone! Klasse die Schweiz war die richtige Entscheidung. Auf geht’s die letzte und auch längste Laufstrecke liegt noch vor uns. Die Strecke wird schnell zum Trail und es geht steil bergauf, Angi ist voll in ihrem Element und hat noch deutlich mehr Luft als ich. Bergab nochmal konzentrieren und dann geht’s mehr oder wenig wellig Richtung Ziel, die Kulisse ist einfach traumhaft und bald ist es geschafft. Schön war`s, wahrscheinlich nicht das letzte mal…
Ergebnis nach 1,250Km Schwimmen und 5,820km Laufen, Platz 7 in der Experience-Team Wertung.
Grüße Angi und Markus

 

SV Hellas Brühl beim 30. RömerMan Triathlon in Ladenburg

Der RömerMan hat einen ganz besonderen Stellenwert als Triathlon Veranstaltung in der Region und darüber hinaus. Dieses Jahr stand ein Jubiläum an. Der Ladenburger Triathlon wurde zum 30. Mal ausgetragen. Schon bei der Anmeldung konnte man das besondere erfahren. Leider enttäuschend für diejenigen welche es unmittelbar erfahren mussten. Der RömerMan war fünf Minuten nach Öffnung der Anmeldung vollständig ausgebucht. Die Startplätze, für die RömerFitness und RömerSprint Wettbewerbe waren nach fünfzehn Minuten vergeben.

Bei bestem Wetter fand die Veranstaltung mal wieder statt. Der Wettergott hatte in diesem Jahr ein Einsehen und ließ die Temperaturen nicht ganz so hoch ansteigen wie in den letzten Jahren. Gut warm war es trotzdem.

Für den RömerFitness und RömerSprint wird im Ladenburger Freibad gestartet. Nach 500m schwimmen geht es auf die 23km lange Radstrecke durch die Ladenburger Felder. Abschließend geht es auf die 5km lange Laufstrecke, welche unter großer Anfeuerung im Römerstadion endet.
Für den SV Hellas Brühl gingen hier drei AthletInnen auf die Strecke.
Isabel Schulz kam nach 1:44:57 Stunden ins Ziel und belegte in der Altersklasse 40 den 26. Platz. Jana Zöllner erreichte trotz einer Fahrrad-Panne das Ziel in 1:47:59 Stunden und wurde 28. in der Altersklasse 40. Ihre kämpferische Leistung trotz des technischen Defekts verdient besondere Anerkennung.
Ebenfalls erfolgreich war Uwe Dreilich, der sich in der Altersklasse 65 einen hervorragenden 3. Platz sichern konnte.

Beim RömerMan wurde es in diesem Jahr emotional. Nach der Wettkampfbesprechung ging es gemeinsam zu Fuß zur Anlegestelle am Neckar.
Dort angekommen hielt der Vorsitzende der Veranstaltung eine bewegende Rede. Er schilderte die Entwicklung des RömerMan von einer kleinen Veranstaltung von Triathlon begeisterten bis zu dem, was er heute ist. Er schilderte auch für die Zuschauer, was diese Herausforderung bedeutet. Von den Profis welche Bestzeiten erreichen möchten bis zu den Neulingen, welche sich voller Respekt, Angst und Vorfreude dieser Herausforderung stellen.

Danach ging es, unter den Klängen der traditionellen AlphornbläserInnen, auf das Schiff welche die Athleten bis kurz hinter den Start fuhr.
Pünktlich fiel der Startschuss welcher die Triathleten auf die 1,8km lange Schwimmstrecke schickte. Danach ging es auf die 41km lange Radstrecke mit ihren 700 Höhenmetern. Dabei gilt es die Rampe beim Steinbruch in Dossenheim, mit ihren bis zu 17% Steigung zu bezwingen um anschließend den Weißen Stein und den Anstieg nach Ursenbach zu überwinden. Nach dem Radfahren wurden die Triathleten auf die 10km lange Laufstrecke geschickt. Das Ziel war auch hier das Römerstadion.
Auch für die olympische Distanz war der SV Hellas Brühl mit zwei Athleten vertreten.

 

Marcel Bier erreichte das Ziel nach 2:55:29 Stunden und belegte in der Altersklasse 45 den 14. Platz. Andreas Höfert finishte in 2:57:48 Stunden und sicherte sich in der Altersklasse 55 den 9. Platz.

Der RömerMan 2026 war erneut eine gelungene Veranstaltung und ein erfolgreicher Wettkampf für die Athletinnen und Athleten aus Brühl.

Roth 2026 – Mehr als nur eine Zielzeit

Es gibt Wettkämpfe, die vergisst man nach ein paar Tagen. Und dann gibt es die Challenge Roth.
In diesem Jahr stand ich zum dritten Mal an der Startlinie einer Langdistanz. Die Anspannung am Morgen, das Kribbeln vor dem Start und die besondere Atmosphäre – all das war zwar vertraut, fühlte sich aber trotzdem wieder einzigartig an. Roth hat einfach eine besondere Magie.
Natürlich hatte ich mir Ziele gesetzt. Ich wollte beim Schwimmen schneller sein, beim Laufen stärker. Wie so oft im Ausdauersport entwickelt ein Renntag jedoch seine eigene Dynamik. Nicht alles lief nach Plan. Im Wasser blieb ich hinter meinen Erwartungen zurück, und auch der Marathon wurde härter, als ich es mir gewünscht hatte.
Dafür hatte ich auf dem Rad einen dieser Tage, an denen einfach vieles zusammenpasst. Ich fand meinen Rhythmus, fühlte mich stark und konnte das Rennen richtig genießen. Es war genau die Art von Fahrt, für die man so viele Trainingsstunden investiert.
Am Ende zeigte die Uhr zwar nicht die Zeiten, die ich mir im Vorfeld erhofft hatte. Doch je länger ich über diesen Tag nachdenke, desto unwichtiger werden die einzelnen Minuten. Was bleibt, sind die Bilder: die begeisterten Zuschauer an der Strecke, die legendäre Stimmung am Solarer Berg, die vielen Helferinnen und Helfer und das Gefühl, Teil eines ganz besonderen Events gewesen zu sein.
Meine dritte Langdistanz hat mir genau das wieder gezeigt. Sie war nicht perfekt – aber sie war ehrlich, intensiv und unvergesslich. Und wenn mich jemand fragt, ob sich der ganze Aufwand lohnt, dann lautet meine Antwort ganz klar: Für Tage wie diesen – absolut.

Rüdiger Scholz

5. Sunset-Triathlon für Einsteiger – Sport, Spaß und Gemeinschaft

Am Freitagabend, den 11. Juli 2025, fand im Freibad Brühl der mittlerweile fünfte Sunset-Triathlon für Einsteiger und Schnupper-Triathleten statt.
Bei schönem, warmem Wetter gingen 20 Einzelstarterinnen und -starter sowie drei Mannschaften mit jeweils zwei bis drei Teammitgliedern an den Start.
Die Strecke bestand aus 600 Metern Schwimmen im Freibad Brühl, 17 Kilometern Radfahren mit Wendepunkt sowie einem abschließenden 5-Kilometer-Lauf durch die idyllischen Brühler Rheinauen.
Im Vordergrund stand nicht die sportliche Höchstleistung, sondern der Spaß und das gemeinsame Erlebnis. Die Veranstaltung verlief völlig unfallfrei, was sicherlich auch auf die gute Organisation und die Rücksichtnahme aller Beteiligten zurückzuführen ist.
Erstmalig durften wir auch Teilnehmer aus Hockenheim begrüßen – ein schönes Zeichen für die wachsende Bekanntheit der Veranstaltung. Nach dem sportlichen Teil klang der Abend bei einem gemütlichen Beisammensein aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus.
Ein großer Dank geht an das Bäderteam Brühl für die tatkräftige Unterstützung. Der positive Zuspruch aller Beteiligten bestärkt uns darin, dieses besondere Format auch in Zukunft fortzuführen.

Bernd Dietl
SV Hellas Brühl
Triathlo

Velotour Eschborn. 12.000 Leute. Aber diesmal auf dem Rad.

Triathlons, Laufwettkämpfe – Massenstarts kennt Sascha. Das Kribbeln in der Startaufstellung, das Gedrängel, der erste Kilometer im Puls zu viel. Das ist vertrautes Terrain.
Aber ein Radrennen? Das war neu.
Und der Unterschied ist sofort spürbar. 12.000 Leute auf Rädern fühlen sich anders an als 12.000 Leute zu Fuß. Enger. Schneller. Unberechenbarer. Beim Laufen passiert wenig, wenn jemand neben dir einen schlechten Moment hat. Hier schon eher.
Also fährt Sascha erstmal ruhig. Augen auf, Abstand halten, ankommen – das war der Plan.
Was dann kommt, ist dieses typische Auf und Ab, das er von langen Rennen kennt. Abschnitte, die gut laufen. Abschnitte, die zäh sind. Der innere Dialog, der irgendwann einsetzt und Fragen stellt, die man lieber nicht beantworten würde.
Und dann: der Mammolshainer Stich in Königstein.
Wer schon mal in Roth war, weiß ungefähr, was kommt. Kein Monsterhügel – aber einer, der es in sich hat. Und vor allem: einer, der einen Moment hat. Die Zuschauer stehen so dicht, dass die Straße zur Röhre wird. Man hört den eigenen Atem kaum noch. Man tritt einfach.
Oben angekommen ist da dieses kurze, stille Okay. Hat geklappt.
Und dann – die letzten zehn Kilometer zurück nach Eschborn. Was davor noch Arbeit war, wird plötzlich leicht. Die Beine drehen wie von selbst, der Wind passt, das Feld zieht. Man denkt eigentlich gar nicht mehr – man fährt einfach. So ein Rausch am Ende eines Rennens ist schwer zu erklären. Aber wer ihn kennt, weiß genau, wovon die Rede ist.
Ziel. Fertig. Zufrieden.
Kein Marathon-Zieleinlauf mit Tränen. Aber für ein erstes Radrennen – absolut in Ordnung.
Mal sehen, was als nächstes kommt.

Goldener Oktober - Ausfahrt durch den herbstlichen Odenwald

Das schöne Wetter ausnutzen und vor der Zeitumstellung ein letztes mal das lange Tageslicht genießen.
Mit dieser Einstellung und voller Freude machte sich die Radgruppe auf den Weg zur wahrscheinlich letzten Tour durch den Odenwald.  
Der Apfelblütenweg und der Königstuhl standen auf dem Programm.